Aktuelles

Senioren- und Verbraucherverbände fordern den Erhalt des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“

In einem Brief an Bundesbauminister Peter Ramsauer und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordern die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Verband Wohneigentum e.V. die Weiterführung des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ ab 2012. Im Vorfeld der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag appellieren die Verbände und ihre Mitgliedsorganisationen dringend an die Minister, sich für die Bereitstellung der Fördermittel in unveränderter Höhe für eine altersgerechte Modernisierung von Immobilien einzusetzen.

Dass die Bundesregierung im Haushalt 2012 keinerlei KfW-Fördermittel für den altersgerechten Umbau von Bestandsimmobilien vorgesehen hat, ist nicht nur angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen in Deutschland unverständlich. Gestützt werden die Forderungen nach einer Weiterführung des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ auch von einer im Mai 2011 veröffentlichten Studie, die das Kuratorium Deutsche Altershilfe im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt hat. Danach wird im Jahr 2038 ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre sein. Dementsprechend wird auch der Bedarf an altersgerecht angepassten Wohnungen steigen.Die Folge unzureichend ausgestatteter Wohnungen ist, dass mehr Menschen in Alten- und Pflegeheime umziehen müssen, anstatt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Dies kostet die Kommunen viel Geld und entspricht auch nicht dem Wunsch der betroffenen Senioren. „Das Programm hilft also nicht nur, Pflegekosten zu sparen und die öffentlichen Kassen zu entlasten, sondern es erhöht vor allem die Lebensqualität unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“, erinnern die BAGSO-Vorsitzende und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr sowie Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, in ihrem gemeinsamen Brief.„Das Problem der nicht alters- und behindertengerechten Wohnungen ist kein Problem der Zukunft und auch nicht nur der Senioren“, mahnt die BAGSO-Vorsitzende Ursula Lehr. Bereits heute besteht bei rund 83 % der aktuell elf Millionen Seniorenhaushalte erheblicher Anpassungsbedarf des Wohnraums. Und auch junge Familien freuen sich, wenn sie ihre Umzugskisten in die frisch erworbene und nach Möglichkeit renovierte Bestandsimmobilie nicht über viele Stufen schleppen müssen. Auch sie profitieren von breiten Türen, die sowohl einem Kinderwagen als auch einem Rollstuhl Platz bieten. Entsprechend ist es empfehlenswert, seine Wohnung nicht erst dann umzubauen, wenn der Notfall eingetreten ist und die Zeit drängt.Überdies wäre nicht nur die Weiterführung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ sinnvoll, sondern auch die Möglichkeit zur Kopplung mit den Förderungen zur energetischen Sanierung vernünftig. „Jede Modernisierung bedeutet für den Wohneigentümer hohe Investitionen und eine Menge Aufwand. Wenn mit der von der Politik derzeit vehement geforderten energetischen Aufwertung der Immobilien gleichzeitig Barrieren im Haus abgebaut werden könnten, wäre dies einfacher und kostengünstiger“, weiß Verbandspräsident Rauch.

Für weitere Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Pressereferentin: Ursula Lenz
E-Mail: lenz(at)bagso.de
Verband Wohneigentum
Pressesprecherin: Amal Khalil
Telefon: 0228 / 60 46 8-13
E-Mail: khalil(at)verband-wohneigentum.de

Die BAGSO ist der Dachverband von mehr als 100 Senioren-Organisationen mit insgesamt rund 13 Millionen älteren Mitgliedern. Unter www.bagso.de finden Sie jeweils aktuelle Informationen.
Der Verband Wohneigentum ist mit rund 370.000 Mitgliedsfamilien der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer. Weitere Informationen unter www.Verband-Wohneigentum.de .

Quelle: BAGSO-Pressemitteilung 10 / 2011

 

Winternachmittage: „Nachlass richtig regeln!“

Der Seniorenbeirat Heligenhafen hat für das Winterhalbjahr eine Vortragsreihe geplant. Diese Reihe hat den Titel: "Winternachmittage". Vorgesehen sind Vorträge über seniorenrelavante Themen, aber auch kulturelle Veranstaltungen.
Wie bereits im Titel ausgedrückt finden die ca. 1 ½ stündigen Vorträge jeweils nachmittags statt und zwar um 15.00 Uhr; zwischendurch wird es eine kleine Pause geben. Der Veranstaltungsort ist unser schönes Heimatmuseum, das für alle Heiligenhafener gut zu erreichen ist. Für RollstuhlfahrerInnen und RollatornutzerInnen ist der Zugang auch über den Kirchplatz gewährleistet.

Starten werden wir am 18. Januar 2011 um 15.00 Uhr mit einem Vortrag von Herrn Rechtsanwalt und Notar Werner Zeiß mit dem Titel "Nachlass richtig regeln!".
Herr Zeiß wird u. a. auf das allgemeine Erbrecht und die gesetzliche Erbfolge eingehen, das Pflichtteilsrecht ansprechen und über die gewillkürte Erbfolge (Testament einschl. Behinder-tentestament)berichten.
Darüber hinaus wird er uns abschließend auch noch über die Erbschaftssteuer informieren. Der Eintritt ist frei.

Im Februar folgt ein Referat unter dem Titel "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht", das von Herrn Claus Stöter gehalten wird. Ein besonders wichtiges Thema nicht nur für Senioren, sondern auch für Jüngere, die natürlich ebenfalls herzlich eingeladen sind. Den genauen Termin werden wir rechtzeitig in der Presse bekanntgeben.

Für den März haben wir etwas Besonderes vorgesehen. Die Museumspädaogin Frau Dr. Dudek wird einen Lichtbildervortrag über China halten. Die Leiterin des Heimatmuseums, Frau Mischke, wird mit der Darstellung eines schönen Exponats unseres Museums den Vortrag ergänzen.
Lassen Sie sich überraschen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, das Museum zu besichtigen und an einer Führung teilzunehmen.

Im Herbst 2011 wollen wir diese Reihe fortsetzen. Für Anregungen aus dem Kreis der Senioren wären wir sehr dankbar.

 

Seniorenbeirat Heiligenhafen besucht AMEOS

Auf Einladung von der Pflegeleitung - Frau Kleikamp und Herrn Petersen - besuchte der Seniorenbeirat psychisch Kranke SeniorenInnen im Haus 4. Herr Petersen erläuterte zuvor bei einer Tasse Kaffee die verschiedenen Krankheitsbilder und führte uns dann später auch in den Wohnbereich der hier lebenden Senioren.
Die Heimbeirat-Vorsitzende – Frau Kock - bedankte sich zunächst über uns bei der Stadt Heiligenhafen, die die Straßenübergänge im Bereich des Marktplatzes benutzerfreundlich hergerichtet hat und sie selbst mit dem Rollator nun wunderbar die Straßen überqueren kann. Angesprochen wurde auch der Zustand der Gehwegflächen in der Friedrich-Ebert-Straße, die doch häufig von Patienten, auch mit Rollatoren, Rollstühlen usw., benutzt werden müssen. An manchen Stellen sei dies gar nicht einfach den Rollator wegen der Beschädigung und Schrägung im Bürgersteig auf Spur zu halten.
Darüber hinaus wurde auch die schlechte Straßenbeleuchtung angesprochen. Gerade im Winterhalbjahr wird es schon recht früh dunkel und der Fußweg zur Fachklinik ist zum Teil nicht ausreichend beleuchtet. Personen mit Mobilitätseinschränkungen, aber sicher auch andere Bewohner in diesem Wohnviertel würden hier eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung begrüßen, zumal dadurch Gefahrensituationen besser erkannt werden und dazu Helligkeit dem Benutzer auch das Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Sichtlich überrascht waren wir über die Einrichtung des so genannten Tagesraumes (Wohn-zimmer), indem 7 SeniorenInnen anwesend waren, die Fernsehen schauten oder auch auf ih-ren bequemen Fernsehsessel eingenickt waren. Die Zimmereinrichtung erinnerte mich an das Wohnzimmer meiner Großeltern mit Polstersesseln und verschiedenen Sofas, die aus den 50-60er Jahren stammten. Dazu zwitscherten zwei Wellensittiche in einem großen Käfig. Herr Petersen erläuterte, dass die Bewohner diese Wohnungseinrichtungsgegenstände meistens ja noch aus früheren Zeiten kannten und sich so auch in dieser Umgebung schnell heimisch fühlen. Da fehlte auch nicht der große Wohnzimmerschrank, die typische Wanduhr und das üppige Wohnzimmerbild mit breitem Goldrahmen und der abgebildeten  Landschaft.
Man zeigte uns auch noch weitere Räumlichkeiten u. a. ein Doppelzimmer, in dem bettlägerige Patienten untergebracht waren, die über ihr Bett einen Art Baldachin hatten, unter dem verschiedene Gegenstände hingen und wohl auch bei Berührung Klänge oder Geräusche verursachten. Ich erinnerte mich an das Kinderbett meines Sohnes, als er noch im Babyalter war, über das wir auch eine Glocke oder sonstige Gegenstände angebracht hatten, wodurch das Kind beim berühren Glocken- oder Rasselgeräusche verursachte.

Der Besuch offenbarte uns einen Personenkreis, den wir in der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht mehr begegnen, der aber zu unserer Gesellschaft gehört und besondere Zuwendung bedarf. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass diese SeniorenInnen sehrgut  untergebracht sind und versorgt werden, was uns auch durch einen vorgelegten MDK-Prüfungsberichts bestätigt werden konnte. Die Prüfungsergebnisse der verschiedenen stationären Pflegeeinrichtungen mit den dazugehörigen Prüfungsbereichen wie z. B. Pflege und medizinische Versorgung, soziale Betreuung, Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene usw. bei AMEOS in Heiligenhafen konnten sich sehen lassen und wurden  überwiegend mit „sehrgut“  bewertet, was sogar deutlich über den Landesdurchschnitt lag. Hierzu noch einmal herzlichen Glückwunsch dem beteiligten Personal.

Sinn und Zweck des Besuches war, dass wir die Belange der Bewohner und hier insbesondere die der Senioren aufnehmen und bei Bedarf dem Bürgermeister vortragen, was auch im vorliegenden Fall geschehen wird.

Bei einsetzender Dämmerung traten wir unseren Heimweg an und versprachen im kommenden Jahr wieder vorbeizuschauen.

 

Heiligenhafen, den 29.10.2010
Gez. Wolfgang Schulz
Seniorenbeiratvorsitzender

 

Seniorenbeirat traf SPD-Fraktion im Rathaus

Der Seniorenbeirat war am vergangenen Mittwoch einer Einladung der SPD zu einem Fraktionsgespräch gefolgt.
Es kam zum Ausdruck und zur vollen Übereinstimmung, dass wir in Sachen „Seniorenpolitik“ in Heiligenhafen noch einen großen Nachholbedarf haben. Ein wichtiger Punkt ist, dass die früheren staatlichen Wohnungsbaugesellschaften - heute meistens private Vermietungsgesellschaften - einfach mehr in ihren Wohnungen investieren müssen, damit diese auch altengerechten Erfordernissen entsprechen. Hierzu gehören auch energetische Maßnahmen, da die  hohen Heizkosten für so manchen Bewohner kaum noch bezahlbar sind.
Ebenso die Themen Bürgerhaus und Mehrgenerationenwohnanlage kamen zur Sprache und sind nicht vergessen, hieß es in der Runde. Der Seniorenbeirat Vorsitzende bedankte sich für die Einladung und erhielt Unterstützung für die bisher geleistete Arbeit. Auch das vor einigen Wochen geführte Gespräch mit der CDU war fruchtbar und diente der Vertrauensbildung. Wir sind für alle Parteien ansprechbar und wünschen uns eine gute Zusammenarbeit; denn Altenpolitik geht uns doch alle an, äußerte Schulz  abschließend vor der Presse.

 

Seniorenbeirat hatte wieder einiges auf dem „Zettel“!

Zu der öffentlichen Sitzung des Seniorenbeirates (SB) Heiligenhafen  am 21.9.2010 konnte der Vorsitzende Wolfgang Schulz ganze 12 Personen begrüßen. Bürgermeister Müller ließ sich entschuldigen, da ein dringender Ortstermin anstand.
Sodann begann der Vorsitzende mit der Tagesordnung und den üblichen  Regularien.

Unter dem Punkt Mitteilungen berichtete er  über ein mobiles Ortungssystem des DRK (Flyer lag aus), wonach Alleinstehende, wo auch immer sie sich gerade aufhalten,  sofort Hilfe bekommen. Es handelt sich um ein Gerät in Handyformat, bei dem man nur eine rote Taste drücken muss. Notfälle passieren nicht immer in der Wohnung. Bei einem Spaziergang oder jetzt im Wald beim Pilze sammeln etc. kann das Gerät ein Lebensretter sein, da bei einer Leitstelle der genaue Aufenthaltsort angezeigt wird und so wertvolle Zeitverluste durch Suchen vermieden werden.

Er berichtete dann über die Finanzlage des SB und machte darauf aufmerksam, dass ein Großteil des Geldes für ausgegebene Gewinne bei dem beliebten Bingospiel,  dass an den Seniorennachmittagen durchgeführt wird, wieder durch Losverkäufe, Spenden von den Senioren und der Heiligenhafener Geschäftswelt, wieder zurückgeflossen sind.
Ferner wies er auf verschiedene Protokolle des Kreis- und Landesseniorenrates, Altenparlament, Generationenforum usw. hin und sicherte zu, dass interessante Informationen vom SB in das Internet unter  www.heiligenhafen.de gestellt werden.

Eine rege Diskussion entstand, als man das Thema Radfahrer im Stadtgebiet im Bereich des Wilhelmplatzes aufgrund einer erneuten Seniorennachfrage ansprach. Man bemängelte insgesamt, dass die Radfahrer im Stadtgebiet mit einer Selbstverständlichkeit die Bürgersteige als Radwege benutzen und die Polizei diesbezüglich keine Streifengänge macht. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, dass zur nächsten öffentlichen Sitzung der Dienststellenleiter eingeladen werden sollte.
Gleiches gilt für einen Vertreter der HVB und der Stadt, um u. a. die Fragen zu stellen, welche Hinderungsgründe bestehen, da in einigen Punkten nicht Abhilfe geschaffen wird. Es fielen die Beispiele schwergängige Türen im Aktiv-Hus, Behinderten -WC -Anlagen (Rathaus, Seepark, Jachthafen);  beschädigte Bürgersteige durch das Befahren von Lkw, wie zum Beispiel Neuratjensdorfer Weg, Jägerstraße (hier verengen parkende Pkw die ohnehin schon zu enge Straße, sodass in einer Regelmäßigkeit der Gehweg von Fahrzeugen befahren wird); Baumwurzeln in Gehwegflächen, die den Asphalt aufbrechen und so gefährliche Stolperfallen nicht nur für Senioren bilden. In diesem Zusammenhang verwies der Vorsitzende dazu auf eine so genannte "Prioritätenliste", in der verschiedene Mängel aufgelistet und der Stadt in einem Schreiben übersandt wurde.

Nicht nachvollziehbar für den SB war die Entscheidung des Bürgermeisters, die beantragte Aufstellung eines Kundenstoppers (Stellschild) abzulehnen. Der Kundenstopper sollte, wie auch in Oldenburg, nur während der Sprechstunde in  der Zeit von 10.00-12:00 Uhr, vor dem Rathaus stehen und auf die Sprechzeiten hinweisen.

Darüber hinaus empfahl in einem Schreiben der SB, weitere Fußgängerüberwegungen in der Straße "Am Strande" zu schaffen, da die Passanten an den verschiedensten Stellen die stark  befahrene Straße überqueren und sich selbst und den Fahrzeugverkehr gefährden. Für Senioren sei dies besonders schwer.

Ferner wurde ein Schreiben erwähnt, in dem der SB den Bürgermeister um Auskunft gebeten hat, was eigentlich mit dem nicht angelegten Fußweg nördlich der Rubinstraße geschehen soll. Nach dem Bebauungsplan  handelt es sich hier um einen Fußweg, der sogar mit teuren Straßenlampen bestückt worden ist, allerdings derzeit von hohem Gras überwuchert  und dazu als Kotfläche für Hunde zweckentfremdet wird.

Beschlosseen wurde auch, dass eine beabsichtigte Pressemitteilung in Sachen „Hohe Heizkosten bei versch. Vermietungsgesellschaften“ zunächst nicht herausgegeben werden soll, da nicht genügend Informationen von den Mietern aus den verschiedenen Wohnkomplexen im Stadtgebiet vorliegen. Dem SB fiel auf, dass einige Mieter sehr hohe Heizkosten zahlen müssen und dies offensichtlich durch marode Fenster, Türen, mangelnde Wärmedämmung etc. in und an den Gebäuden zurückzuführen ist. Man bedauerte, dass es in Heiligenhafen keinen Heizkostenspiegel  gibt.

Ebenfalls abgelehnt wurde das Auflegen einer Seniorenbroschüre für Heiligenhafen. Man vertrat die Auffassung, dass die Broschüre von der Stadt Heiligenhafen bereits umfangreiche Informationen für alle BürgerInnen der Stadt liefert und deshalb überflüssig ist.

Mit großer Freude bekannte sich der SB zur  eingerichteten  Bushaltestelle auf dem Marktplatz, die der Seniorenbeirat schon vor 1 ½ Jahren gefordert hat, aber von Seiten der Stadt als verkehrsgefährdend und finanziell nicht lösbar abgelehnt worden ist. Dass nun eine Rathauspartei diese Felsbrocken „Verkehrsgefährdung etc.“ aus den Weg geräumt hat und dazu auch noch  allein, ohne jegliche Beteiligung einen ansehnlichen Fahrplan gestaltet hat, verdient unseren Lob und Dank, den auch die anwesenden  Senioren (Zuhörer) teilten.
Nun können unsere Senioren sogar zur Sprechstunde und den öffentlichen Sitzungen mit dem Stadtbus fahren, äußerte der Seniorenbeiratvorsitzende abschließend in seiner Pressemitteilung und sprach die Hoffnung aus, dass beide Veranstaltungen nun vermehrt von unseren Senioren besucht werden könnten.

Heiligenhafen, den 24.9.2010
Wolfgang Schulz

 

SeniorenInnen sollten ins Erdgeschoss ziehen!

SeniorenInnen mit 70 Jahren und darüber haben häufig Ihre Chance verpasst, eine Wohnung im Erdgeschoss zu beziehen. Spätestens in diesem Alter ist eine Wohnung im 1.  oder 2.  Obergeschoss nichts mehr für die ältere Generation, da das Treppensteigen immer beschwerlicher wird, äußerte der Seniorenbeiratsvorsitzende Wolfgang Schulz in seiner jüngsten Pressemitteilung.
Aus persönlichen Gesprächen und Telefonaten ist zu entnehmen, dass viele SeniorenInnen immer noch in ihren Wohnungen leben, die sie vor mehr als 40 Jahren bezogen haben. Heute ist dieser Personenkreis häufig zwischen 70 und 80 Jahre und darüber und kann sich nun nicht mehr vorstellen, in eine andere Wohnung umzuziehen.
Das ist zwar verständlich, aber man büßt mehr und mehr Lebensqualität ein. Hinzu kommt, dass meistens dann im Erdgeschoss keine Wohnung frei ist, wenn man sie benötigt.
Wir sollten daher mit Eintritt in das Rentenalter uns darüber Gedanken machen, wo wir im Alter leben möchten. Auf jeden Fall sollte es eine Erdgeschoßwohnung oder Haus mit Fahrstuhl sein, so dass man noch bequem das Haus verlassen oder im hohen Alter auch noch mit dem Rollstuhl nach draußen kann; denn jeder möchte doch so lange wie möglich in seiner Wohnung leben bleiben -  eigentlich doch sogar bis zum Lebensende.
Da die Bevölkerung immer älter wird, stellen sich dazu auch noch häufig Krankheiten mit Behinderungen ein, die man mit entsprechenden Hilfs-mitteln ausgleichen kann. Hinzu kommt, dass bei einem rechtzeitigen Umzug im Haus oder Wohnblock, weiterhin der soziale Kontakt im Haus aber auch in der Nachbarschaft erhalten bleibt. 
Rollstuhlfahrer genießen die Lebensqualität, wenn sie bequem nach draußen kommen und vielleicht sogar noch selbst die Einkäufe tätigen können. Man sieht im Stadtbild mehr und mehr verschiedene Hilfsmittel, die diese Möglichkeit bieten.
Dagegen ist ein Umzug mit 70 Jahren und darüber, in einem anderen Stadtteil, wenn auch eine geeignete Wohnung im Erdgeschoss bezogen werden kann, wenn man sie denn findet, häufig nicht das, was man vorher an Lebens- und Wohnqualität hatte.

Also - es gibt kaum eine Alternative! Nutzen Sie rechtzeitig die Chance, wenn Sie eine Erdgeschoßwohnung beziehen können.

 

Heiligenhafen bietet keinen altersgerechten Wohnraum

Der SB stellt fest, dass es, abgesehen von Pflegeheimen, so gut wie keine altersgerechten Wohnungen in Heiligenhafen gibt. Es ist doch erschreckend, dass im Rahmen des öffentlichen Wohnungsbaus hier nicht eine seniorengerechte Wohnung vorgehalten  wird.
Obwohl wir doch alle wissen, dass die demographische Entwicklung der Bevölkerung immer weiter nach oben zeigt, hat sich in der Vergangenheit, jedenfalls bei uns in Heiligenhafen, nichts getan; denn die noch nicht in Betrieb genommene Seniorenwohnanlage "Am Lindenhof" dürfte kaum für "Otto Normalverbraucher" finanzierbar sein.
Altersgerechte Umbauten in den Wohnungen haben so gut wie gar nicht stattgefunden, abgesehen von dem vereinzelten Einbau einer Dusche anstelle der Badewanne. In einigen Fällen mussten die Bewohner sogar noch diesen Umbau selbst bezahlen.

Wenn also von dem hoch betagten Ehepaar, das schon über 40 Jahre zur Miete in der Feldstraße wohnt, plötzlich ein Ehepartner  durch Schlaganfall oder ähnlichem nicht mehr laufen kann und fortan auf ei-nen Rollstuhl angewiesen ist und deshalb in der angemieteten Wohnung eigentlich  nicht mehr bleiben kann, gibt es in Heiligenhafen kaum Alternativen.
Häufig sind schon die Hauseingänge (Absätze und Stufen) nicht barrierefrei und die Korridore und die Türen in den Wohnungen so eng, das ein Rollstuhl hier nicht benutzt werden kann. Die Bäder sind so knapp bemessen, dass Pflegedienste mit ihren Patienten dort nicht hantieren können und gezwungen sind, ihre Patienten im Bett zu waschen.

Das kann es nicht sein! Wir fliegen zum Mond und leisten Entwick-lungshilfe, schaffen es aber nicht, genügend geeigneten und bezahlbaren Wohnraum vorzuhalten, damit man in einer solchen Situation nicht nach irgendwohin abgeschoben wird.

Warum haben unsere und die Generationen vor uns, nicht daran gedacht, dass hier ein dringender Handlungsbedarf besteht, zumal die Zeit der Großfamilien schon lange vorbei ist.
So gibt es wirklich nur die Alternative sein Lebensende im Schlafzimmer zu verbringen oder in einem Pflegeheim untergebracht zu werden. Letzteres  aber auch nicht immer ganz einfach ist, weil der verbleibende Lebenspartner auch noch da ist und seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Häufig wird sich dieser nun aber auch noch an die Pflegeheimkosten beteiligen müssen, sodass ihm meistens nicht viel mehr als das  Existenzminimum bleibt. Soweit darf es nicht kommen. Das haben wir, die die Bundesrepublik wieder mit aufgebaut haben im Alter nicht verdient.

Bei einer altersgerechten Wohnung ist der Zuschnitt der Wohnung barrierefrei oder barrierearm. Entsprechende Hilfsmittel können durch ärztliche Verordnung zu einer Verbesserung der Wohnsituation führen. Der verbleibende Ehegatte könnte den von Gebrechlichkeit befallenen Ehepartner versorgen und bei Bedarf ergänzend hierzu einen Pflegedienst einschalten. Das Verlassen der Wohnung mithilfe eines Rollstuhls wäre ebenfalls verhältnismäßig unproblematisch. Der Kon-takt zur Familie, Nachbarschaft etc. also zum sozialen Umfeld bleibt erhalten und ist dazu unbezahlbar.
Im Prinzip müssten sämtliche Wohnungen im Erdgeschoß eines Wohnblockes oder einer Wohnanlage diese Voraussetzungen erfüllen, damit bei Bedarf ein Umzug aus einem höheren Geschoß in das Erd-geschoß erfolgen kann.

Die allermeisten Senioren wünschen sich, ihren Lebensabend und das möglichst bis zur letzten Stunde in den eigenen vier Wänden zu verbringen, was auch verständlich ist. Dazu wäre diese Lösung humaner und weitaus kostengünstiger, als eine Unterbringung im Pflegeheim.

Der SB ist der Auffassung, dass hier etwas unternommen werden muss – wer auch immer hierfür die Verantwortung trägt bzw. mit trägt - und appelliert an Herrn Bürgermeister Müller, den örtlichen Kommunalpolitikern und den örtlichen Vermietern (Wohnungsbaugesellschaften usw.), hier Bereitschaft zu zeigen oder schon tätig zu werden, um mittelfristig  Abhilfe zu schaffen.

Der Bund hat kürzlich hierfür eigens ein Förderprogramm erlassen, das für altersgerechte Umbauten in Wohnungen Mittel bereitstellt.

Der Seniorenbeirat Heiligenhafen fordert, dass diese Angelegenheit zur Chefsache im Rathaus wird; denn hier ist es bereits weit nach  12:00 Uhr stellte der 1. Vorsitzende  des Seniorenbeirates von Heiligenhafen abschließend fest und hofft auch auf Unterstützung aus der Heiligenhafener Bevölkerung; denn alt werden wir doch Alle!

 

Staat fördert selbstbestimmtes Wohnen im Alter

Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen" der KfW-Förderbank