Aktuelles

Einladung zur öffentlichen Sitzung des Seniorenbeirates Heiligenhafen

Am 22.06.2010, um 10:30 Uhr, findet im Rathaus, 1. Obergeschoss, Zimmer 218 (Sitzungssaal), eine öffentliche Sitzung des Seniorenbeirates statt.

 

Seniorenbeirat: Ruf nach Bürgerhaus

Der Vorsitzende des örtlichen Arbeiterwohlfahrtsvereins – Herr Detlef Anders - hatte uns zu einem Kaffeenachmittag eingeladen, um uns vorzustellen und von unserer Arbeit zu berichten. Der Gemeindesaal der katholischen Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Nachdem der Vorsitzende seine “Gössel” bat, nun doch das Schnattern einzustellen, damit wir von unserem Besuch etwas zu hören bekommen und später auch zahlreiche Fragen stellen mögen, ebbte der Geräuschpegel deutlich ab.
Udo Krolle vom Seniorenbeirat und der Vorsitzende  berichteten von ihren Tätigkeiten im Seniorenbeirat und nannten die einzelnen Aufgaben-bereiche anhand unseres Flyers. Danach war Fragestunde angesagt.
Es wurde bemängelt, dass für uns Senioren in Heiligenhafen keine geeignete Begegnungsstätte vorhanden ist. “Schauen Sie sich doch um”, hieß es, “die Räumlichkeiten sind doch viel zu eng und Senioren-nachmittage in einer Gaststätte durchzuführen, sind für uns Rentner finanziell nicht möglich.” Man wünschte sich eine eigene, größere Begegnungsstätte, wo man sich treffen kann und geeignete Vorrichtun-gen vorfindet, so wie es im früheren Bürgerhaus der Fall war, das ja bekanntlich ersatzlos gestrichen wurde.
Es wurde auch noch einmal herausgestellt, dass in Heiligenhafen mehr als 3200 Senioren leben und dass die Stadt noch nicht einmal einen geeigneten Raum vorhält, wo mehr als 100 Personen unterkommen können.
Der Veranstaltungspavillon sei ja sehr schön, aber für uns zu Fuß nicht machbar, zumal hier auch wieder Fahrtkosten anfallen, die noch nicht einmal erstattet werden.
Es wurde der ehemalige “Penny Markt” angesprochen, der allerdings beträchtliche Mietkosten erfordert. Aus dem Forum der Anwesenden kamen deutliche Stimmen, dass der Seniorenbeirat sich doch dafür einsetzen soll, dass man beispielsweise den “Penny Markt” bis auf weiteres anmietet, bis eine entsprechende Begegnungsstätte mit den erwähnten Einrichtungen gebaut wird.
Wir sind Bürgerinnen und Bürger von Heiligenhafen und haben die Stadt auch mit unseren Steuern aufgebaut und unterhalten. Wir lassen es nicht zu und werden es auch nicht hinnehmen, dass man uns das “Bürgerhaus” ersatzlos weggenommen hat, lauteten mehrere Stimmen, und die waren recht ernst gemeint.
Vom Seniorenbeirat wurde zugesichert, dass ein entsprechender Antrag bei der Stadt vom Seniorenbeirat eingereicht wird, allerdings mit dem Hinweis, dass nicht der Bürgermeister darüber entscheidet, sondern die Herren Stadtvertreter im Rathaus, anlässlich einer Stadtverordneten-versammlung. Gleichzeitig wurde gebeten, mit dem Grundstücks-eigentümer des ehemaligen Penny Marktes in Verhandlung zu treten, um wenigstens vorübergehend geeignete Räumlichkeiten zu bekommen, wo sich alle SeniorenInnen treffen können und ggf. auch sonstige Zusammenkünfte stattfinden, wie z. B. Tanznachmittage, Häkel- oder Strickstunden, Skatspielen, Internetcafé usw.
Vielleicht findet sich ja auch noch die eine oder andere Seniorin, die bereit ist, für ein oder 2 Stunden ein Kind beaufsichtigt oder ausfährt, während die Mutter einmal allein den Einkauf tätig oder zum Friseur möchte.In diesem Zusammenhang bittet der Seniorenbeirat, die Heiligenhafener SeniorenInnen sich zu melden, wenn Sie für die eine oder andere Sache ein bisschen Zeit zur Verfügung stellen möchten. Rufen Sie uns an oder kommen Sie zu unseren Sprechstunden, öffentlichen Sitzungen oder vereinbaren einen sonstigen Termin. Ohne Ihre Unterstützung werden wir kaum etwas erreichen und schon gar nicht ein Bürgerhaus.

 

SeniorenInnen sollten ins Erdgeschoss ziehen!

SeniorenInnen mit 70 Jahren und darüber haben häufig Ihre Chance verpasst, eine Wohnung im Erdgeschoss zu beziehen. Spätestens in diesem Alter ist eine Wohnung im 1.  oder 2.  Obergeschoss nichts mehr für die ältere Generation, da das Treppensteigen immer beschwerlicher wird, äußerte der Seniorenbeiratsvorsitzende Wolfgang Schulz in seiner jüngsten Pressemitteilung.
Aus persönlichen Gesprächen und Telefonaten ist zu entnehmen, dass viele SeniorenInnen immer noch in ihren Wohnungen leben, die sie vor mehr als 40 Jahren bezogen haben. Heute ist dieser Personenkreis häufig zwischen 70 und 80 Jahre und darüber und kann sich nun nicht mehr vorstellen, in eine andere Wohnung umzuziehen.
Das ist zwar verständlich, aber man büßt mehr und mehr Lebensqualität ein. Hinzu kommt, dass meistens dann im Erdgeschoss keine Wohnung frei ist, wenn man sie benötigt.
Wir sollten daher mit Eintritt in das Rentenalter uns darüber Gedanken machen, wo wir im Alter leben möchten. Auf jeden Fall sollte es eine Erdgeschoßwohnung oder Haus mit Fahrstuhl sein, so dass man noch bequem das Haus verlassen oder im hohen Alter auch noch mit dem Rollstuhl nach draußen kann; denn jeder möchte doch so lange wie möglich in seiner Wohnung leben bleiben -  eigentlich doch sogar bis zum Lebensende.
Da die Bevölkerung immer älter wird, stellen sich dazu auch noch häufig Krankheiten mit Behinderungen ein, die man mit entsprechenden Hilfs-mitteln ausgleichen kann. Hinzu kommt, dass bei einem rechtzeitigen Umzug im Haus oder Wohnblock, weiterhin der soziale Kontakt im Haus aber auch in der Nachbarschaft erhalten bleibt. 
Rollstuhlfahrer genießen die Lebensqualität, wenn sie bequem nach draußen kommen und vielleicht sogar noch selbst die Einkäufe tätigen können. Man sieht im Stadtbild mehr und mehr verschiedene Hilfsmittel, die diese Möglichkeit bieten.
Dagegen ist ein Umzug mit 70 Jahren und darüber, in einem anderen Stadtteil, wenn auch eine geeignete Wohnung im Erdgeschoss bezogen werden kann, wenn man sie denn findet, häufig nicht das, was man vorher an Lebens- und Wohnqualität hatte.

Also - es gibt kaum eine Alternative! Nutzen Sie rechtzeitig die Chance, wenn Sie eine Erdgeschoßwohnung beziehen können.

 

Heiligenhafen bietet keinen altersgerechten Wohnraum

Der SB stellt fest, dass es, abgesehen von Pflegeheimen, so gut wie keine altersgerechten Wohnungen in Heiligenhafen gibt. Es ist doch erschreckend, dass im Rahmen des öffentlichen Wohnungsbaus hier nicht eine seniorengerechte Wohnung vorgehalten  wird.
Obwohl wir doch alle wissen, dass die demographische Entwicklung der Bevölkerung immer weiter nach oben zeigt, hat sich in der Vergangenheit, jedenfalls bei uns in Heiligenhafen, nichts getan; denn die noch nicht in Betrieb genommene Seniorenwohnanlage "Am Lindenhof" dürfte kaum für "Otto Normalverbraucher" finanzierbar sein.
Altersgerechte Umbauten in den Wohnungen haben so gut wie gar nicht stattgefunden, abgesehen von dem vereinzelten Einbau einer Dusche anstelle der Badewanne. In einigen Fällen mussten die Bewohner sogar noch diesen Umbau selbst bezahlen.

Wenn also von dem hoch betagten Ehepaar, das schon über 40 Jahre zur Miete in der Feldstraße wohnt, plötzlich ein Ehepartner  durch Schlaganfall oder ähnlichem nicht mehr laufen kann und fortan auf ei-nen Rollstuhl angewiesen ist und deshalb in der angemieteten Wohnung eigentlich  nicht mehr bleiben kann, gibt es in Heiligenhafen kaum Alternativen.
Häufig sind schon die Hauseingänge (Absätze und Stufen) nicht barrierefrei und die Korridore und die Türen in den Wohnungen so eng, das ein Rollstuhl hier nicht benutzt werden kann. Die Bäder sind so knapp bemessen, dass Pflegedienste mit ihren Patienten dort nicht hantieren können und gezwungen sind, ihre Patienten im Bett zu waschen.

Das kann es nicht sein! Wir fliegen zum Mond und leisten Entwick-lungshilfe, schaffen es aber nicht, genügend geeigneten und bezahlbaren Wohnraum vorzuhalten, damit man in einer solchen Situation nicht nach irgendwohin abgeschoben wird.

Warum haben unsere und die Generationen vor uns, nicht daran gedacht, dass hier ein dringender Handlungsbedarf besteht, zumal die Zeit der Großfamilien schon lange vorbei ist.
So gibt es wirklich nur die Alternative sein Lebensende im Schlafzimmer zu verbringen oder in einem Pflegeheim untergebracht zu werden. Letzteres  aber auch nicht immer ganz einfach ist, weil der verbleibende Lebenspartner auch noch da ist und seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Häufig wird sich dieser nun aber auch noch an die Pflegeheimkosten beteiligen müssen, sodass ihm meistens nicht viel mehr als das  Existenzminimum bleibt. Soweit darf es nicht kommen. Das haben wir, die die Bundesrepublik wieder mit aufgebaut haben im Alter nicht verdient.

Bei einer altersgerechten Wohnung ist der Zuschnitt der Wohnung barrierefrei oder barrierearm. Entsprechende Hilfsmittel können durch ärztliche Verordnung zu einer Verbesserung der Wohnsituation führen. Der verbleibende Ehegatte könnte den von Gebrechlichkeit befallenen Ehepartner versorgen und bei Bedarf ergänzend hierzu einen Pflegedienst einschalten. Das Verlassen der Wohnung mithilfe eines Rollstuhls wäre ebenfalls verhältnismäßig unproblematisch. Der Kon-takt zur Familie, Nachbarschaft etc. also zum sozialen Umfeld bleibt erhalten und ist dazu unbezahlbar.
Im Prinzip müssten sämtliche Wohnungen im Erdgeschoß eines Wohnblockes oder einer Wohnanlage diese Voraussetzungen erfüllen, damit bei Bedarf ein Umzug aus einem höheren Geschoß in das Erd-geschoß erfolgen kann.

Die allermeisten Senioren wünschen sich, ihren Lebensabend und das möglichst bis zur letzten Stunde in den eigenen vier Wänden zu verbringen, was auch verständlich ist. Dazu wäre diese Lösung humaner und weitaus kostengünstiger, als eine Unterbringung im Pflegeheim.

Der SB ist der Auffassung, dass hier etwas unternommen werden muss – wer auch immer hierfür die Verantwortung trägt bzw. mit trägt - und appelliert an Herrn Bürgermeister Müller, den örtlichen Kommunalpolitikern und den örtlichen Vermietern (Wohnungsbaugesellschaften usw.), hier Bereitschaft zu zeigen oder schon tätig zu werden, um mittelfristig  Abhilfe zu schaffen.

Der Bund hat kürzlich hierfür eigens ein Förderprogramm erlassen, das für altersgerechte Umbauten in Wohnungen Mittel bereitstellt.

Der Seniorenbeirat Heiligenhafen fordert, dass diese Angelegenheit zur Chefsache im Rathaus wird; denn hier ist es bereits weit nach  12:00 Uhr stellte der 1. Vorsitzende  des Seniorenbeirates von Heiligenhafen abschließend fest und hofft auch auf Unterstützung aus der Heiligenhafener Bevölkerung; denn alt werden wir doch Alle!

 

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„RehaTreff“ (RT) sprach mit Diplom-Designer und Leiter des Instituts “Wohnen im Alter e.V.”, Joachim F. Giessler, über selbständige Lebensführung im Alter ohne Barrieren

 

Seniorenbeirat (SB) Heiligenhafen im Internet

Der SB von Heiligenhafen wird jetzt seine öffentlichen Bekanntmachungen, Pressemitteilungen und sonstigen seniorenrelevanten Themen, zusätzlich auch im Internet darstellen.

Unter: www.heiligenhafen.de gelangen Sie auf die Startseite der Stadt Heiligenhafen. Auf dieser Seite oben ist die Taste Stadtverwaltung/Politik anzuklicken und schon sehen Sie den Button Seniorenbeirat. Wenn Sie nun erneut diese Taste drücken, sind Sie bereits beim SB  angekommen  und können hier zukünftig die neuesten Informationen beziehen.

Sie können auch über e-mail mit dem SB Kontakt aufnehmen, indem Sie den entsprechenden Vordruck aufrufen. Sie finden diesen, indem Sie oben in der Zeile Zurück anklicken und  unter Formulare das – Kontaktformular für den SB - aufrufen. Hiermit können Sie schriftliche Fragen stellen oder auch Ihr Problem kurz schildern. Das zuständige Mitglied vom SB wird sich dann bei Ihnen melden. Unsere Anschrift lautet: Seniorenbeirat.Heiligenhafen(at)web.de

Wir gehen jedenfalls davon aus, dass diese Informationsmöglichkeit in den kommenden Jahren mehr und mehr genutzt wird, äußerte der erste Vorsitzende Wolfgang Schulz abschließend in seiner Pressemitteilung, und bedankt sich bei der Stadt Heiligenhafen, die uns diese kostengünstige Möglichkeit eröffnet hat.