Was erledige ich wo?
Krankheitserreger: gewerblicher Umgang - Erlaubnis
Tätigkeiten mit Krankheitserregern (zum Beispiel in Laboren) können zu einer Quelle von Infektionen und übertragbaren Erkrankungen werden.
Beschreibung
Daher wird ihnen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Grundsätzlich benötigen alle Personen, die mit Krankheitserregern arbeiten, sie aufbewahren, abgeben oder ausführen wollen, eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Ausnahmen von der Erlaubnispflicht gibt es nur dort, wo sie das Infektionsschutzgesetz ausdrücklich regelt, wie beispielsweise bei Ärzten, Zahnärzten oder Tierärzten, die zur selbstständigen Ausübung ihres Berufs berechtigt sind.
Zum "Arbeiten mit Krankheitserregern" gehören insbesondere:
- Versuche mit vermehrungsfähigen Krankheitserregern
- mikrobiologische und serologische Untersuchungen zur Feststellung meldepflichtiger Krankheitserreger
- gezielte Anreicherung oder Vermehrung von Krankheitserregern
Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sind vermehrungsfähige Erreger (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) oder sonstige biologische transmissible Erreger, die bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen können.
Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis sind die Zuverlässigkeit in Bezug auf die beantragten Tätigkeiten sowie der Nachweis der erforderlichen Sachkenntnis durch
- den Abschluss eines Studiums der Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin, der Pharmazie oder den Abschluss eines naturwissenschaftlichen Fachhochschul- oder Universitätsstudiums mit mikrobiologischen Inhalten und
- eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit mit Krankheitserregern unter Aufsicht einer Person, die im Besitz der Erlaubnis zum Arbeiten mit Krankheitserregern ist.
Zuständigkeit
An die kreisfreie Stadt oder den Kreis (Gesundheitsamt).
Fristen
Die Tätigkeit darf erst aufgenommen werden, wenn die Anzeige vollständig ist und nach Prüfung der Unterlagen und der Räume die Tätigkeit nicht untersagt wird.
Kosten
Es können Gebühren anfallen. Auskunft hierüber erteilt die zuständige Stelle.
erforderliche Unterlagen
- beglaubigte Kopien der erforderlichen Ausbildungsnachweise
- Bescheinigung über die mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit mit Krankheitserregern unter Aufsicht
- Führungszeugnis
Rechtsgrundlage
§§ 44 ff. Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG).
Weitere Informationen
formloser Antrag
Was sollte ich noch wissen?
Für die in § 45 IfSG festgelegten Ausnahmen wird keine Erlaubnis benötigt.
Einer Erlaubnis bedarf ebenfalls nicht, wer unter Aufsicht desjenigen, der eine Erlaubnis besitzt oder ausnahmsweise keiner Erlaubnis bedarf, tätig ist.
Unabhängig davon, ob die Tätigkeit erlaubnispflichtig ist oder nicht, besteht eine Anzeigepflicht. Zudem muss jede wesentliche Veränderung der Räume, der Tätigkeit, der Entsorgung oder des Erregerspektrums muss der zuständigen Stelle gemeldet werden.
Informationen zu den öffentlichen Gesundheitsdiensten und Gesundheitsämtern in Schleswig-Holstein finden Sie auch auf den Internetseiten des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein (MSGFG).
verwandte Vorgänge
- Besamungsstation: Betrieb - Erlaubnis
- Chemikalien: Zertifizierung eines Betriebs gemäß Chemikalien-Klimaschutzverordnung
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- Steuerberater: Wiederbestellung
Ansprechpartner
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Web: www.ea-sh.de
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